Die Veredelung

Jede Veredelungstechnik beruht auf der Vereinigung, Überlappung oder Verbindung der Leitgewebe zweier Pflanzen. Diese Gewebe bestehen aus sehr langgestreckten (leitenden) Zellen, die in den Stämmen nebeneinander angeordnet sind und Leitungen (Gefäße) bilden, die den Flüssigkeitstransport durch sie dank Kapillarität begünstigen, mit sehr durchlässigen Membranen, damit diese Flüssigkeiten (der Saft) sie dank des osmotischen Drucks leicht durchdringen.

Um Veredelungen durchzuführen, braucht man zuerst eine Unterlage, das heißt eine kräftige Pflanze einer widerstandsfähigen Art mit einer geeigneten Struktur, um an ihr eine Veredelung oder Einpassung eines Teils einer anderen Pflanze vorzunehmen.

Die Veredelungsmesser

Wichtig ist eine Stahlklinge bester Qualität mit glatter und gut geschärfter Schneide. Sie bestehen aus einer leicht gebogenen Klinge, und einige haben hinten einen Spatel, um die Rinde der Unterlage anzuheben und so das Edelreis einzusetzen. Das Messer muss einen hochwertigen Schnitt haben, damit die Klinge entlang der Holzfasern gleitet und keine Risse erzeugt, die eine völlig normale Entwicklung der Veredelung verhindern würden.