Europäische Pestizidvorschriften

Täglich verlangen mehr Kunden Obst, das den von Eurep, „GLOBAL GAP“, festgelegten Normen entspricht und nach diesem Protokoll zertifiziert ist; sie sorgen sich um die Lebensmittelsicherheit des Produkts, den Umweltschutz und die Sicherheit des Arbeiters. Einige GlobalGAP-Normen beruhen auf dem, was sie als gute landwirtschaftliche Praxis (GAP) definieren, und sind sehr anspruchsvoll.

Die Europäische Union ist derzeit ein bedeutender Verbraucher von Pestiziden, da ihr Verbrauch etwa ein Viertel des Weltmarktes ausmacht. Auf europäischer Ebene überwiegt der Einsatz von Fungiziden, gefolgt von Herbiziden, Insektiziden und anderen Pestiziden. Der Markt übersteigt 6 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Vorteile des Pestizideinsatzes liegen auf der Hand, um Menge, Qualität und Regelmäßigkeit landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu sichern. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es sich um toxische Stoffe handelt, die sowohl der menschlichen Gesundheit, von Anwendern wie Verbrauchern, als auch der Umwelt schaden können. Derzeit haben in der Europäischen Union alle Fragen zur Lebensmittelsicherheit und zum Umweltschutz Vorrang, weshalb eine Reihe von Maßnahmen, sowohl regulatorischer als auch kontrollierender Art, ergriffen werden, um den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier sowie der Umwelt zu erhöhen, die den Pestizideinsatz direkt betreffen. Diese Maßnahmen werden zunehmend restriktiver.

Derzeit konzentriert sich die europäische Pestizidregelung im Wesentlichen darauf, den Beginn der Kette über das sogenannte Einheitliche Europäische Register und das Ende der Kette über Vorschriften und Kontrollen zu Rückständen in Lebensmitteln zu kontrollieren, wobei die meisten Vorschriften zu den Anwendungsregeln (Beschränkungen nach Zonen, nach Kulturen, nach Anwendungstechniken, Pestizid-Sachkundenachweis, Kontrollen der Anwendungsgeräte, Überwachungspläne, Entsorgung von Behältern usw.) in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fallen.

Im Allgemeinen will die europäische Regelung:

  • Risiken für Gesundheit und Umwelt verringern.
  • Die Kontrollen über Verwendung und Vertrieb von Pestiziden verbessern.
  • Schädliche Wirkstoffe verringern und die gefährlichsten durch sicherere Alternativen, auch nichtchemische, ersetzen.
  • Landwirtschaftliche Praktiken mit reduziertem oder keinem Pestizideinsatz fördern.
  • Ein transparentes Informationssystem mit geeigneten Indikatoren einrichten.